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Werden VR und AR unsere Beziehung zu historischen Stätten wie der Thor Heyerdahl verändern?

VR und AR sind leistungsstarke Werkzeuge, die in den letzten Jahren in Branchen wie Video-Gaming alltäglich geworden sind. Doch es gibt auch eine wachsende Zahl von Museen und historischen Stätten, die diese Technologien inzwischen nutzen.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie VR und AR im Bereich Kultur und Geschichte Anwendung finden und wie diese Technologie unsere Beziehung zu Museen und historischen Stätten wie dem Schiff Thor Heyerdahl verändern wird.

Was ist VR und wo kommt sie bereits zum Einsatz?

VR steht für Virtual Reality und beschreibt eine Technologie, die den Nutzer in eine von Menschenhand geschaffene virtuelle Realität versetzt, in der er sich frei bewegen und gegebenenfalls auch mit anderen interagieren kann. Hierfür muss in der Regel eine sogenannte VR-Brille aufgesetzt werden, die ein rundum 3D-Erlebnis ermöglicht. Diese Technologie findet vor allem in der Videospielbranche Anwendung.

Das Bedürfnis nach einem realistischen Spielerlebnis wächst seit Jahren stetig. Schon vor einigen Jahren boten einige Online-Casinos wie www.casumo.de mit Live-Croupiers ein möglichst realistisches Spielerlebnis, bei denen die Spieler nicht einmal mehr das Haus verlassen mussten, um das gewünschte „Casino-Feeling“ zu erhalten. Heutzutage wird sogar schon an VR-Versionen von Online-Slots gearbeitet, um dieses Erlebnis noch einmal zu verstärken. VR-Videospiele gibt es inzwischen schon viele und zwar in allen möglichen Genres: von Action über Sportsimulationen bis hin zu spannenden Horror-Spielen.

Was ist AR und wo kommt sie bereits zum Einsatz?

Bei AR, was für Augmented Reality steht, sieht das Ganze etwas anders aus. Hier reicht oftmals schon unser Smartphone aus. Dabei wird der Nutzer nicht in eine virtuelle Realität versetzt, sondern virtuelle Gegenstände werden in unsere Realität gesetzt. Dies kommt oft in der Architektur oder Innenarchitektur zum Einsatz, um beispielsweise maßgetreue virtuelle Möbel in unserer Wohnung über das Smartphone so anzuordnen, wie es uns am besten gefällt, bevor wir sie kaufen. Ähnlich ist es in der Modebranche. Kleidungsstücke können inzwischen virtuell anprobiert werden, bevor sie gekauft werden.

Diese Technologien haben noch eine Vielzahl von weiteren Anwendungsgebieten. Dazu zählen unter anderem Medizin, die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und natürlich auch Museen, Ausstellungen und historische Stätten. Auf letztere möchten wir im Folgenden genauer eingehen.

Ausstellungen werden dank VR zu einem immersiven Erlebnis

Museen und Ausstellungen sind beliebte Einsatzbereiche für VR. Dies zeigt sich zum Beispiel an immersiven Ausstellungen wie KLIMT – The Immersive Experience oder Van Gogh Exhibition: The Immersive Experience. Die Besucher haben hier die Möglichkeit, mittels einer VR-Brille in die Welt der Künstler einzutauchen. Die Subjekte der Bilder und die gemalten Welten scheinen auf einmal lebendig zu werden und beginnen, sich zu bewegen. Das Ganze wird mit stimmungsvoller Musik unterstrichen, während der Besucher durch die Geschichte des Künstlers geführt wird.

Solche Ausstellungen zeigen das immense Potenzial, das VR für diese Branche verspricht. Historische Stätten könnten diese Technologien zum Beispiel nutzen, um zu zeigen, wie die Menschen in vergangenen Epochen gelebt haben oder wie sich berühmte Schlachten ereignet haben.

Historische Stätten wie die Thor Heyerdahl können dank AR zum Leben erweckt werden

Auf ähnliche Weise kann auch AR in historischen Stätten eingesetzt werden. Tablets oder Smartphones könnten Audio-Guides oder Humanguides in Zukunft ablösen. Im französischen Schloss Chambord, in der Nähe von Orléans, ist dies bereits zur Realität geworden. Ein Tablet führt die Besucher durch das Schloss und verändert die Räume so, dass die Nutzer einen Einblick in die damalige Zeit erhalten.

Es ist also nicht abwegig, dass diese Technologie zum Beispiel auch auf der Thor Heyerdahl eingesetzt werden könnte. Das Schiff wurde 1930 als Frachtmotorsegler in Westerbroek in den Niederlanden gebaut. Derzeit befindet sich das 1979 von Detlef Soitzek ersteigerte Schiff in Hamburg-Harburg. Von 1979 bis 1983 wurde es in ein Segelschiff mit der Takelung eines Toppsegelschoners umgebaut und 2007 noch einmal saniert, sodass es 2009 erneut die Fahrterlaubnis für die weltweite Fahrt erhielt. Die Thor Heyerdahl ist reich an interessanter Geschichte und mit VR und AR könnte diese erneut zum Leben erweckt werden. Die Besucher könnten mit einer VR-Brille an einer virtuellen Fahrt durch die Vergangenheit teilnehmen oder mit einem AR-Tablet sehen, wie das Schiff vor fast 100 Jahren aussah. Die Möglichkeiten scheinen fast unendlich.

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